Wirz Erlenbach: Das Lochhaus - WIRZ

Update Mai 2017
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Wirz Erlenbach: Das Lochhaus

Wer kennt es nicht, das altherwürdige Haus zur Schönau am See. Von Jakob Wirz anno 1548 erbauter Neubau, der durch seine eigenwillige Bauart auffiel. Das Sockelgeschoss des gemauerten Hauses wies auf drei Seiten grosse Rundbogenöffnungen auf und die dadurch auf Pfeilern ruhende, elegant wirkende, westliche Giebelfront stand im See.
Somit konnten die Lastkähne bei genügend hohem Wasserstand im Innern des Gebäudes beladen und entladen werden, z.B. die Ablieferung des "Zehnten". Diese Oeffungen, beim Volk einfach Löcher genannt, haben dem Bau den bis heute nicht vergessenen Namen "Lochhaus" gegeben.
Jakob Wirz, Erbauer und Eigentümer, war Untervogt von Erlenbach.Er bekleidete damals das höchste politische Amt, das einem Landmann offen stand. Später versah er auch den wichtigen Posten des Ammanns des Klosters Einsiedeln. Die sonst nicht übliche Doppelfunktion lässt auf ein sehr hohes Ansehen schliessen.
Am spätgotisch geschwungenen Sturz über der heutigen Balkontüre im 1. Stock finden wir ausser der Jahreszahl 1548 noch zwei Wappen eingemeisselt. Bei der Türe handelt es sich um den früheren, über eine Treppe erreichbaren Hauseingang. Beim heraldischen Schmuck handelt es sich um die Wappen von Jakob Wirz (Rebmesser) und seiner Frau Anna (Pflugschar)
Im Jahre 2008, 460 Jahre später wird nun das Haus endgültig vom Gesellen-, Wirtshaus bzw. Hotel zum Privathaus umfunktioniert. Schade, Erlenbacher Wirzens, und die ausgewanderten Dänen, sogenannte Kartoffeldeutsche, die ihren ehemaligen Ursprung im Lochhaus vermuten werden wohl kaum mehr das Kellergeschoss mit den schönen Säulen besuchen und besichtigen können. Ganz ausschliessen tun wir das aber trotzdem nicht, der neuen Eigentümerin ist die Vergangenheit des Hauses nicht gleichgültig und zwar Geschichtlich wie Baulich.


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